Tieftauchen
– mehr Tiefe, mehr Verantwortung
Tieftauchen bezeichnet das Gerätetauchen unterhalb von 18 Metern Wassertiefe. Während der Open Water Diver diese Grenze als Maximum hat, dürfen Advanced Open Water Diver bis auf 30 Meter abtauchen. Mit dem Spezialkurs „Deep Diver" wird die Grenze auf 40 Meter angehoben – die Obergrenze des Sporttauchens.
Was macht Tieftauchen besonders?
Je tiefer man taucht, desto größer der Druck: In 30 Metern atmet man viermal schneller als an der Oberfläche, die Nullzeit verkürzt sich auf wenige Minuten und die Stickstoffnarkose („Tiefenrausch") kann ab ca. 30 Metern spürbar werden. Ab 40 Metern rückt zudem die Sauerstofftoxizität in den Fokus – bei normalem Atemgas wird der kritische Partialdruck von 1,6 bar erreicht.
Navigation
Wer unter Wasser den Überblick behält, taucht entspannter und sicherer. Die Orientierung – also die Fähigkeit, den eigenen Standort zu bestimmen und den Ausstiegspunkt wiederzufinden – ist eine der wichtigsten Grundfertigkeiten im Tauchsport.
Zwei Wege, ein Ziel
Natürliche Navigation nutzt die Umgebung: markante Felsen, Riffkanten, Uferböschungen, Lichteinfall, Strömungsrichtung. Diese Referenzen sollte man sich vor dem Tauchgang bewusst einprägen – und auf dem Rückweg aus der umgekehrten Perspektive wiedererkennen.
Kompassnavigation wird dort unverzichtbar, wo natürliche Anhaltspunkte fehlen: offenes Wasser, schlechte Sicht, einödriger Sandboden. Dabei gilt: Kurs vor dem Tauchgang festlegen, Kompass parallel zur Körperachse halten, Gegenkurs über ±180° bestimmen, Entfernungen über Flossenschläge oder Zeit abschätzen.
Trockentauchen
-Warme Tauchgänge bei jeder Wassertemperatur
Beim Trockentauchen bleibt der Körper vollständig trocken. Ein wasserdichter Anzug aus Neopren oder Trilaminat mit Latexmanschetten an Hals und Handgelenken verhindert das Eindringen von Wasser. Die Wärmeisolierung erfolgt über textile Unterzieher und/oder das Einfüllen von Isolationsgas – Luft oder Argon – zwischen Anzug und Unterwäsche. So sind Tauchgänge auch in kalten Gewässern unter 15 °C und außerhalb der Hauptsaison komfortabel und sicher möglich.
Nitrox
Das Nitrox-Brevet ist eine Tauchspezialisierung, die befähigt, mit Sauerstoff angereicherter Luft (z. B. EAN32/EAN40) zu tauchen.
Dadurch nehmen Taucher weniger Stickstoff auf → längere Bottom Times, kürzere Oberflächenintervalle, mehr Sicherheitsmarge.
Die maximale Tauchtiefe sinkt allerdings, weil der Sauerstoffpartialdruck (pO₂) bei höherem O₂-Anteil schneller das Limit (1,4 bar) erreicht.
Gruppenführung
– dein Brevet als Tauchführer
Du planst den Tauchgang, briefst deine Gruppe und führst sie sicher durchs Wasser – von der ersten Peilung bis zum Nachbriefing. Mit diesem Kurs gehst du vom Mit-Taucher zum Tauchführer und bist bereit, Verantwortung für deine Gruppe zu übernehmen.
Nachttauchen
Das Nachttauch-Brevet ist eine kleine Zusatzqualifikation, bei der du drei Tauchgänge bei Dunkelheit machst und lernst, mit Lampe, Navigation und Kommunikation im Dunkeln zurechtzukommen. Vorausgesetzt wird dein Grundbrevet, und danach darfst du offiziell nachts ins Wasser – am besten mit erfahrener Begleitung und Reserve-Lampe.
Stress & Rescue
Im Stress & Rescue lernst du, Stress früh zu erkennen, Unfälle zu vermeiden und im Ernstfall Rettungen und Notfallversorgung durchzuführen. Zum ersten Mal wird dabei die Aufmerksamkeit voll auf den Tauchpartner gerichtet – also nicht mehr nur „auf mich aufpassen", sondern auch auf den anderen. Kombiniert aus Theorie, Pool und Freiwasser-Szenarien, ist es der Kurs, der dich zu einem sichereren, verantwortungsvolleren Taucher macht.
HLW / O2
Neben dem Tauchen zählt Sicherheit – deshalb das HLW/O2-Brevet. Im Ernstfall zählt jede Sekunde, und Sauerstoff, Beatmung und AED sind da kein Hexenwerk.
Peak Performance Buoyancy
Das Perfect Buoyancy-Brevet gehört zu den besten Kursen, die man machen kann – plötzlich schwebt man unter Wasser wie ein Hai, statt wie ein Stein auf den Boden zu sinken oder wie eine Tauchglocke an die Oberfläche zu rasen. Seitdem sind die Tauchgänge deutlich entspannter, die Luft reicht länger, und die Fische lassen einen auch mal in Ruhe beobachten.
